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Haarausfall

Haarausfall – Die verbreitetste Männerkrankheit überhaupt

 

Haarausfall ist bei Männern eine recht häufig vorkommende Krankheit. Ca. 50% aller 25 bis 45 Jährigen leiden darunter. Ab 45 sollen bereits 75% davon betroffen sein. Bei diesen Prozentzahlen ist es offensichtlich, dass die Krankenversicherungen die Kosten einer Haarausfallbehandlung nicht übernehmen. Aber die andere Frage ist auch, ob es überhaupt Möglichkeiten gibt, den Haarausfall zu stoppen.

 

Ist Haarausfall eine Krankheit?

Einige behaupten, dass Haarausfall oder auch Alopezie genannt, keine Krankheit ist. Die Frage ist aber, ab wann eine Krankheit als solche definiert werden kann. Es ist sicherlich unstrittig, dass Alopezie keine Schmerzen verursacht und man wird in seinen täglichen Handlungen nicht beeinträchtigt. Aber muss eine Krankheit mit physischen Schmerzen verbunden sein?

 

Bei Depressionen wird keiner von körperlichen Schmerzen heimgesucht. Aber dennoch ist solch eine Person als krank zu kennzeichnen, denn die Lebensqualität ist stark gesunken.

Dies ist bei Haarausfall-Befallenen nicht anders. Auch sie werden geplagt von psychischem Leid, denn ein Kopf mit weniger Haaren sieht eben nicht so ästhetisch aus wie ein Vollhaarkopf. Zudem sei auch angemerkt, dass die Gewöhnung daran schwierig ist, denn der Normalzustand eines jeden ist ja der, dass man Haar hat, die dann später ausfallen.

Man verliert also quasi seinen Normalzustand und dies ist, was die seelischen Qualen verursacht.

 

Warum fallen denn Haare aus?

Es ist oft die Rede davon, dass Männer mit Glatze männlicher sein als die mit vollen Haaren. Diese Behauptung rührt von der Überlegung her, dass zu viel Testosteron für die Alopezie verantwortlich ist. Diese Annahme ist nur bedingt richtig. Es stimmt jedoch, dass ein Mann ohne Testosteron keinen Haarausfall mehr bekommt. Aber auch nur deswegen, weil dieses Testosteron nicht in Dihydro-Testosteron (DHT) umgewandelt werden kann. Denn nur dieses DHT ist für den Haarausfall verantwortlich.

 

Interessanterweise ist es aber so, dass die Haare direkt über den Ohren und im unteren Hinterkopf diesem DHT gegenüber immun sind. Dennoch kann man viele Fälle beobachten, wo auch die seitlichen und hinteren Haare nicht mehr in ihrer ursprünglichen Üppigkeit erscheinen und zudem auch eine geringere Dichte aufweisen.

So ganz immun scheinen diese Haare also auch nicht zu sein.

 

Es gibt auch eine andere Meinung zu der Ursache von Haarausfall, nämlich die, dass die Haare deswegen ausfallen, weil sie nicht ausreichend mit Blut versorgt werden. Wo kein Blut ist, ist kein Leben, denn das Blut transportiert Sauerstoff und Mineralien. Wenn Haare dies nicht bekommen, ist es klar, dass sie aussterben.

 

Gibt es Mittel gegen Haarausfall?

Wahrscheinlich hat bereits jeder, der von Haarausfall betroffen ist, schon mal versucht, Mittel zu finden, um den Haarausfall zu stoppen. Es gibt auch zwei relativ verbreitete Medikamente gegen Alopezie. Das eine ist Finasterid, das in Propezia vorkommt, das andere ist Minoxidil.

Finasterid soll die Bildung von DHT stoppen, und Minoxidil ist eigentlich etwas gegen Bluthochdruck, aber als Nebenwirkung soll es auch die Blutgefäße erweitern, so dass Haare mit mehr Blut versorgt werden. Ob dem wirklich immer so ist, wie behauptet wird, lässt sich eigentlich einfach ermitteln. Würde es so gut funktionieren, gäbe es deutlich weniger Männer mit Haarausfall.

 

Das letzte Mittel gegen Haarausfall ist wohl die Haartransplantation. Hier werden die Hinterkopf-Haare auf die vorderen, kahlen Stellen transplantiert. Da ja gesagt wird, dass Hinterkopf-Haare nicht von DHT betroffen werden können, müssten diese Haare nach der Verpflanzung auch dort bleiben. Nun, wenn man sich mal Menschen anschaut, die sich solch einer Haartransplantations-OP unterzogen haben, wird man sehen, dass die Ergebnisse teilweise sehr ernüchternd sind.

Bei vielen sehen die transplantierten Haare sehr künstlich aus und seltsamerweise fallen bei vielen diese Haare sogar wieder aus.

 

Also, Vorsicht sei geboten, wenn man diesen Weg beschreiten will. Lassen Sie sich am besten Vorher-Nachher-Bilder zeigen und zwar insbesondere bei den Fällen, wo es nicht so gut geklappt hat. Fragen Sie auch offen, warum es so viele misslungene Fälle von Haartransplantationen gibt. Mit dieser Fragestellung würden Sie auch deutlich machen, dass Sie sich mit diesem Thema beschäftigt haben und über die Problematiken Bescheid wissen.

 

 

 

 

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